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Glossar zum Buch
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Abhidhamma-Piṭaka:
Siehe Abhidhamma. 
Abkürzungen/Aussprache:

adhimokkha:
Entschlossenheit, ist einer zur Gruppe der Geistesformationen gehörender Geistesfaktor von insgesamt 52 Geistesfaktoren nach Abhidhamma-Aufteilung. Siehe auch cetasikha
Über sein Auftreten im Bewußtseinsprozesse siehe khandha, Tab. 
adhipati:
In Vis. XIV heißt es, dass obige Dinge im Sinne von Prädominanz (adhipati) als Fähigkeiten gelten. Im Kompendium der Kategorien werden unter dem Kompendium der vermischen Kategorien die vier vorherrschenden Faktoren (adhipati) aufgezählt. Dazu gehören:
(1) (Konzentrierte) Absicht (chanda)
(2) (Konzentrierte) Willenskraft (viriya)
(3) (Konzentriertes) Bewusstsein (citta)
(4) (Konzentrierte) Erwägung (vīmamsā)
Die adhipati-Faktoren werden auch im Abhidhammatthasangaha im Kompendium der Bedingungen als die dritte der 24 Paṭṭhāna-Bedingungen - adhipati pacca - der Paṭṭhāna-Methode behandelt.
_____
Zu den vermischen Kategorien gehören:
6 Wurzelbedingungen
7 Vertiefungsglieder (jhānanga)
12 Pfadglieder (magganga)
22 Fähigkeiten (indriya)
9 Geistige Kräfte (bala)
4 Vorherrschende Faktoren (adhipati)
4 Nahrungen (āhāra) oder Grundlagen 
adhipati-paccaya:
Vorherrschaftsbedingung ist die dritte der 24 Bedingungen (paccaya, q.v.); Die dritte Bedingung (adhipati pacca) wird im Kompendium der Bedingungen im Abschnitt zur Paṭṭhāna-Methode behandelt. 
adosa:
Hasslosigkeit oder Nicht-Aversion ist eines der drei heilsamen Wurzel-Faktoren (siehe auch mūla.). Es gibt insgesamt sechs Wurzel-Faktoren, die den karmischen Geisteszustand bestimmen dazu gehören:
I. Unheilsame Wurzelfaktoren
1. Gier => lobha
2. Hass => dosa
3. Verblendung => moha
II. Heilsame Wurzel-Faktoren
4. Gierlosigkeit (Selbstlosigkeit, Freigebigkeit, freiwilliger Verzicht) => alobha
5. Haßlosigkeit (Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl) => adosa
6. Unverblendung (Wissen, Weisheit) => amoha
Haßlosigkeit hat das Merkmal, von der Wildheit des Geistes frei zu sein, oder das Merkmal der Nicht-Widersetzlichkeit, wie bei einem gleichgesinnten Freund. Seine Funktion ist die Beseitigung von Verärgerung oder das Beschwichtigen des durch Haß erregten Fieberns des Geistes, gleich der besänftigenden Wirkung des Sandelholzes. Haßlosigkeit zeigt sich als etwas Wohltuendes wie das Licht des Vollmonds. Siehe (www.palikanon.com/buddhbib/11wurzeln/wuzeln04.htm Nyanaponika. Die Wurzeln von Gut und Böse}. Adosa ist eine Wurzelbedingung (hetu-paccaya). 
ahetuka:
Wörtlich übersetzt wurzelfrei. Ahetuka-(citta) wird in Zusammenhang mit dem Bewusstsein eingeführt, welches frei ist von allen Wurzel-Faktoren wie z.B. Gier, Hass und Verblendung und deren positiven Wurzelfaktoren wie Gierlosigkeit, Hasslosigkeit und Nicht-Verblendung. Von der Funktionalität aus betrachtet ist ahetuka-citta jenes Bewusstsein, welches im engen Zusammenhang mit der Sinneswahrnehmung steht. Dazugehörig ist das
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a)unheilsam gewirktes wurzelfreies Bewusstsein - akusala-vipāka-ahetuka-citta 
Hier ist das Fünf-Sinnesbewusstsein mit den Funktionsbewusstseinsklassen Rezeption und Prüfen zusammengesfasst, welches mit einem unangehmen Objekt verbunden ist. Diese Bewustsein ist entweder mit einem indifferenten oder einem negativen Gefühl verbunden. Die einzelnen Bewusstseinklassen finden sich in der nachfolgenden Tabelle:
| Nr. | vipāka-Art | Gefühl (vedanā) | Bewusstsein (citta) |
| 1. | unheilsam-gewirkt (kusāla-vipāka) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Seh-Bewusstsein (cakkhu-citta) |
| 2. | " | " | Gehör-Bewusstsein (sota-) |
| 3. | " | " | Geruch-Bewusstsein (ghāna-) |
| 4. | " | " | Geschmack-Bewusstsein (jihvā-) |
| 5. | " | körpl. Wehgefühl (dukkhā vedanā) | Körper-Bewusstsein (kāya) |
| 6. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Rezeptions-Bewusstsein (sampaṭicchana- ) |
| 7. | " | " | Prüf-Bewusstsein (santīraṇa-) |
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b)heilsam gewirktes und wurzelfreies Bewusstsein - kusala-vipāka-ahetuka-citta
Hier ist das Fünf-Sinnesbewusstsein mit den Funktionsbewusstseinsklassen Rezeption und freudigen und indifferenten Prüfen zusammengesfasst, welches mit einem angehmen Objekt verbunden ist. Diese Bewustsein tritt entweder mit einem indifferenten oder einem positiven Gefühl auf. Die einzelnen Bewusstseinklassen finden sich in der nachfolgenden Tabelle:
| Nr. | vipāka-Art | Gefühl (vedanā) | Bewusstsein (citta) |
| 1. | heilsam-gewirkt (kusāla-vipāka) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Seh-Bewusstsein (cakkhu-citta) |
| 2. | " | " | Gehör-Bewusstsein (sota-) |
| 3. | " | " | Geruch-Bewusstsein (ghāna-) |
| 4. | " | " | Geschmack-Bewusstsein (jihvā-) |
| 5. | " | körpl. Wohlgefühl (sukkhā vedanā) | Körper-Bewusstsein (kāya-) |
| 6. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Rezeptions-Bewusstsein (sampaticchana-) |
| 7. | " | Freude. (somanassa) | Prüf-Bewusstsein (santīrana-) |
| 8. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Prüf-Bewusstsein (santīrana-) |
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c)karmisch-unabhängiges funktionierendes Bewusstsein - kiriya-ahetuka-citta
Das funktionionelle Bewusstsein umfasst Funktionen wie das Aufmerken an dem Fünf-Sinnestor und Geisttor und das lächelnde Geistbewußtsein des Arahat.
| Nr. | Art | Gefühls- aus- prägung vedanā | citta |
| 1. | karmisch-unabhängig (kiriya) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Geist-Element Aufmerken 5 Pforten (pañca-dvārâvajjana) |
| 2. | " | " | Geist-Bewusstseinselement Aufmerken Geisttor (mano-dvārâvajjana) |
| 3. | " | freude-begleitet (somanassa) | lächelndes Bewusstsein (hasit' uppāda-citta des arahat) |

ahetuka-citta:
Siehe ahetuka. 
ahirika:
Schamlosigkeit
Ahirika ist eine Schamlosigkeit, die uns nicht vor Unheilsamem zurückschrecken lässt. Wir fühlen uns nicht abgestoßen von körperlichem und verbalem Fehlverhalten und handeln deshalb unsittlich und unheilsam. Die unmittelbare Ursache für ahirika ist fehlender Respekt vor sich selbst. Man bedenkt seine eigene Qualitäten, Tugenden und seinen sozialen Status nicht. Ahirikas Objekt ist innerlich, in uns selbst.
Ahirika ist als universeller unheilsamer Geistesfaktor mit allen Arten unheilsamen Bewusstseins verbunden.
Ahirika kommt immer als Paar zusammen mit anottappa vor und gehört zur Gruppe sankhārakkhandha und zur Praxis von Dhammānupassanā. 
akusala:
Unheilsam. Akusala bedeutet nicht förderlich auf dem Weg zur Befreiung, weil es die Geistestrübungen (kilesas) nicht vernichtet, sondern sogar verstärkt. Akusala wirkt karmisch unheilsam bzw. schlecht. Unheilsames Bewusstsein ist untrennbar mit Verblendung verbunden. Bestimmte unheilsame Faktoren treten jedoch besonders als Wurzelursachen hervor. Hierzu gehören die drei Typen von Bewusstsein (lobha-mula-citta, dosa-mula-citta und moha-mula-citta).
Im Abhidhamma werden insgesamt 12 unheilsame Arten von Bewusstsein erklärt und 14 unheilsame Geistesfaktoren als typische Begleiter.
Die zwölf unheilsamen Arten des Bewusstseins sind:
A. Achtfaches in Gier wurzelndes Bewusstsein (lobha-mula-citta):
1. Zustand verbunden mit Freude (somanassa) + Ansicht (dhitti) + unvorbereitet (spontan)
2. Zustand verbunden mit Freude (somanassa) + Ansicht + vorbereitet (nicht-spontan)
3. Zustand verbunden mit Freude (somanassa) + ohne Ansicht + unvorbereitet (spontan)
4. Zustand verbunden mit Freude (somanassa) + ohne Ansicht + vorbereitet (nicht-spontan)
5. Zustand verbunden mit Indifferenz (upeka-vedana) + Ansicht + unvorbereitet (spontan)
6. Zustand verbunden mit Indifferenz (upeka-vedana)+ Ansicht+vorbereitet (nicht-spontan)
7. Zustand verbunden Indifferenz (upeka-vedana)+ ohne Ansicht+unvorbereitet (spontan)
8. Zustand verbunden Indifferenz (upeka-vedana)+ ohne Ansicht+unvorbereitet (nicht spontan)
B. Zweifaches in Hass wurzelndes Bewusstsein (dosa-mūla-citta):
9. Zustand verbunden neg. Gefühl (domanassa) mit Aversion (adosa)
10. Zustand verbunden Indiff.-Gefühl (domanassa) mit Aversion (adosa)
C. Zweifaches in Verblendung wurzelndes Bewusstsein (moha-mūla-citta):
11. Zustand verbunden neg. Gefühl (upeka-vedana) mit Zweifel
12. Zustand verbunden neg. Gefühl (upeka-vedana) mit Aufgeregtheit
Zu den drei Wurzelfaktoren (lobha, dosa und moha), die akusala-citta, nämlich lobha-mūla-citta, dosa-mūla-citta und moha-mūla-citta determinieren - siehe mūla (Wurzelfaktoren).
Die 14 unheilsame Geistesfaktoren als typische Begleiter sind:
(a) Vier primäre(in allem unheilsamamen Bewusstsein:
1. Verblendung moha
2. Schamlosigkeit ahirika
3. Gewissenlosigkeit anottappa
4. Aufgeregtheit uddhacca
(b)Zehn sekundäre(nicht in allem unheilsamen Bewusstsein)
Vier hassvolle:
5. Hass dossa
6. Neid issā
7. Geiz macchariya
8. Gewissenunruhe kikkucca
ferner:
9. Gier lobha
10. (üble) Ansicht diṭṭhi
11. Dünkel māna
12. Starrheit thīna
13. Mattheit middha
14. Zweifelsucht vicikicchā
Siehe auch Tab.2 Bewusstseinsfaktoren im Abhidhamma 
akusala-citta:
Siehe akusala 
akusala-mūla:
Gier, Hass und Verblendung (lobha, dosa, moha) gelten als die 3 karmisch-unheilsamen, d.h. künftiges Ungemach oder Unheil erzeugenden, Wurzeln (mūla) für die Existenz. Siehe akusala 
akusala-pañcaviññāṇa:

akusala-pañcaviññāṇa-citta:

akusala-sampaṭicchana-citta:

akusala-santīrana-citta:

akusala-vipāka:
Ein ahetuka-citta, d. h. wurzelfreies Sinnes-Bewusstsein. Ahetuka-(citta) wird in Zusammenhang mit dem Bewusstsein eingeführt, welches frei ist von allen Wurzel-Faktoren wie z.B. Gier, Hass und Verblendung und deren positiven Wurzelfaktoren wie Gierlosigkeit, Hasslosigkeit und Nicht-Verblendung. Von der Funktionalität aus betrachtet ist ahetuka-citta jenes Bewusstsein, welches im engen Zusammenhang mit der Sinneswahrnehmung steht (vgl. ahetuka oder Tab. 2* zum Buch.
Es wird bei einem ahetuka-citta folgende Klassen unterschieden:
- unheilsam-gewirkte wurzelfreie Bewusstsein akusala-vipāka-ahetuka-citta ,
- das heilsamgewirkte wurzelfreie Bewusstsein kusala-vipāka-ahetuka-citta und
- das karmisch-freie (funktionelle) Bewusstsein kiriya-ahetuka-citta.
Akusala-vipaka-citta gehört zu dem unheilsam-gewirkten wurzelfreien Bewusstsein.Hier ist das Fünf-Sinnesbewusstsein mit den Funktionsbewusstseinsklassen Rezeption und Prüfen zusammengesfasst, welches mit einem unangehmen Objekt verbunden ist. Diese Bewustsein ist entweder mit einem indifferenten oder einem negativen Gefühl verbunden. Dazu gehören:
- indifferenz-bergleitetes Sehbewusstsein (akusala-vipāka-ahetuka-cakkhu- viññāṇa))
- indifferenz-begleitetes Hörbewusstsein (akusala-vipāka-ahetuka-sota- viññāṇa)
- indifferenz-begleitetes Riechbewusstsein (akusala-vipāka-ahetuka-ghāna- viññāṇa)
- indifferenz-begleitetes Geschmacksbewusstsein (akusala-vipāka-ahetuka-jivhā- viññāṇa)
- schmerz-begleitetes Körperbewusstsein =akusala-vipāka-ahetuka- kāyika-dukkha-viññāṇa)
- indifferenz-begleitetes Rezeptivbewusstsein (akusala-vipāka-ahetuka- sampaṭicchana-citta) ist mit der Funktion verbunden - unmittelbar auf das Sinnesbewusstsein (z. B. Sehen)folgend - die das Sinnnesobjekt wie z. B. Bild oder Ton usw. rezipiert.
- indifferenz-begleitetes Prüfbewusstsein (akusala- satīrana-citta). Folgt nach der Rezeption des Sinnesobjektes und prüft bzw. Registriert das Objekt. Insgesamt verrichtet es jedoch fünf Funktionen: Prüfen (satīrana), Registrieren o. Nachklingen (tadārammana), Wiedergeburt (paṭisandhi), Unterbewusstsein (bhavanga) und Tod (cuti )
Siehe Tab. 2* zum Buch 
akusala-vipāka-ahetuka-citta:
Siehe akusala-vipāka. 
alobha:
Gierlosigkeit als eine der sechs mūla (Wurzel-Faktoren). Gierlosigkeit wirkt karmisch heilsam. 
amoha:
Unverblendung ist ein Synonym für Weisheit oder pañña. Siehe auch mūla (Wurzelfaktoren). 
anagāmi:
Nichtwiederkehrer. Er hat die Fesseln:
- atta-ditthi (Ich-Ansicht)
- ivici-kicchā (Zweifel)
- sīla-bbata-parā-māsa (Hängen an Riten und Regeln)
- kāma-rāga (Sinnengier)
- dosa (Aversion)
- rūpa-rāga (Gier nach feinstofflicher Sphäre)
- arūpa-rāga (Gier nach unkörperlicher Sphäre)
- māna (Dünkel)
- ududhacca (Aufgeregtheit)
- aviccā (Verbluendung)
überwunden.
Siehe ariya puggala 
anāgami-magga:
Nichtwiederkehrer, der den Pfadeintritt realisiert hat. Siehe anagāmi. 
anāgāmi-phala:
ichtwiederkehrer, der den Fruchteintritt realisiert hat. Siehe anagāmi. 
anantara-paccaya:
Angrenzungs-Bedingung (anantara-paccaya). Eine der 24 Bedingungen nach Patthana-Methode. 
anantarupanissaya:

anataranissaya:

anatta:
Der Begriff "Nicht-Selbst" (anattā) bezeichnet das Fehlen einer immerwährenden Substanz, vorstellbar als ein Selbst, ein Wesen, eine Person oder irgendeine Wesenheit, über die wir Macht ausüben. Zum Zweck der Verständigung müssen wir solche Begriffe wie "Selbst", "Wesen", "Person" usw. verwenden, aber all diese Begriffe der persönlichen Referenz sind nur konventionell und bezeichnen keine existenzielle Selbständigkeit der fünf Anhäufungen. Trotz dieses harten Faktes haben auf Grund von Unwissenheit viele scharfsinnige Denker seit undenklichen Zeiten die spontane Auffassung von einem Selbst sorgfältig zu der festen Ansicht ausgearbeitet, dass ein Selbst real existiert, dass wir wirkliche Wesen sind, dass es im Innersten jeder Person ein selbständiges geistiges Wesen oder eine selbständige geistige Seele gibt. Die Lehre des Buddha geht gerade wegen der Lehre der Selbstlosigkeit "gegen den Strich" all dieser religiösen und philosophischen Spekulationen über ein Selbst.
In der Zeit, als der Buddha in Indien erschien, stimmten die meisten Denker darin überein, dass die Wesen ein bleibendes Selbst haben, obwohl sie heftig über die Natur dieses Selbst stritten. Einige glaubten, das Selbst sei unendlich, andere, dass es endlich sei; einige setzten es mit Wahrnehmungsvermögen gleich, einige mit Intelligenz, einige mit Seligkeit. Die große Mehrheit sagte, das Selbst sei Geist und würde immerwährend existieren, aber eine freimütige Minderheit sagte, das Selbst sei materiell und würde beim Sterben zugrunde gehen. Alle diese Ansichten von einem Selbst entstanden, weil es ihnen misslang, die wahre Funktionsweise der fünf Anhäufungen zu durchschauen. In dieser Epoche behauptete der Buddha durch sein vollkommenes Wissen von der Realität, dass ein Selbst nirgendwo in irgendeiner Weise existiert. So löste er mit seiner Lehre vom Nicht-Selbst eine wichtige Revolution im menschlichen Denken aus. Indem er die Wesen auf verschiedene Weise in Anhäufungen, Elemente und Sinnesbereiche (khandha - dhātu -āyatana) zerlegte, demonstrierte er, dass kein Wesen als ein Selbst verstanden werden kann3. Er bewies ferner, dass, weil diese Gestaltungen als Prozesse einer Ursache-Wirkungs-Beziehung bestehen, sie nicht der Kontrolle durch ein Selbst unterliegen. Er demonstrierte klar, dass angesichts der universell wirkenden Gesetze der Unbeständigkeit und des Leidens die Idee von einem Selbst zusammenbricht. (Vgl. Ñāṇārāma Mahāthera. Die Sieben Betrauchtungen - Kapitel 3).
Der Abhidhammattha-Sangaha kann als ein Werk über die Analyse von dhamma nach anattā- Ansicht gesehen werden. Der Titel des Werkes, 'Abhidhammattha-Saṅgaha',bedeutet wörtlich etwa: 'Zusammenfassung oder Kompendium der Wirklichkeiten', wobei man abhidbammattha, genauer gesagt abhidhammattha-dhamma, im Sinne von paramattha-dhamma, das ist 'im höchsten Sinne (wirkliche) Dinge', aufzufassen hat - wie zum Beispiel alle körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen - im Gegensatz zu den im höchsten Sinne keine Wirklichkeit besitzenden sog. 'konventionellen Dingen' (vohāra-dbamma; s. B.Wtb.: paramattha-sacca) Beispiel Ich, Person usw. (vgl. Nyantiloka. Abhidhammatta-Sangaha. Einleitung). 
anatta-lakkhaņa:
Anatta-Merkmal oder Daseinsmerkmal der Nicht-Ichlosigkeit (anatta). Siehe anatta. 
anattânupassana:
Betrachtung von anatta. Siehe anatta. 
aneñja:

anicca-lakkhaņa:
Daseinsmerkmal (lakkhana) der Veränderlichkeit (anatta). Siehe anicca. 
aniccânupassana:

animittânupassanā:

aniyata:

aññamañña:

aññamañña-paccaya:

aññasamāna:

añña-samāna:

anottapa:
Furchtlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, Gewissenlosigkeit
Anottappa ist Furchtlosigkeit vor Fehlverhalten und Unheilsamem. Ihre unmittelbare Ursache ist Rücksichtslosigkeit und fehlender Respekt vor anderen. Man betrachtet nie die schlechten, leidbringenden Auswirkungen und Konsequenzen auf andere, man nimmt keine Rücksicht auf Eltern, Lehrer, Freunde, die Umgebung, wenn anottappa entsteht. Man bedenkt nicht: "Wenn ich dies tue, was würden meine Eltern fühlen?" Anottappas Objekt ist äußerlich, andere Personen.
Anottappa ist als universeller unheilsamer Geistesfaktor mit allen Arten unheilsamen Bewusstseins verbunden.
Anottappa kommt immer als Paar zusammen mit ahirika vor und gehört ebenso zur Gruppe sankhārakkhandha und zur Praxis von Dhammānupassanā. 
anottappa:

anuloma-ñāṇa:

anupassanā:

apaṇihitânupassanā:

appamaññā:

appanā-samādhi:

arabatta-magga:

arahat:

arahatta-phala:

ariya-puggala:
Es gibt vier Arten Realisierte mit unterschiedlichen Stufen von Erleuchtungserfahrungen (ariya-puggala):
- sotāpanna: den Stromeingetretenen
Der Stromeingetretene hat sich durch seine erste Erleuchtungserfahrung (Pfadeintritt) vollkommen von den drei unheilsamen Geistesfaktoren Persönlichkeitsglaube (atta-ditthi), Zweifel und Anhaften an Riten befreit. Er hat nibbānage sehen und damit wesentliche Fesseln an die Sinnenwelt erschüttert - sein Persönlichkeitsglauben ist erschüttert, er zweifelt nicht mehr an nibbana und verliert seine Anhaftung an weltlichen Verdiensten duch Ethik . Dadurch bekommt sein Geist eine neue unumkehrbare Ausrichtung auf nibbāna. Er hat jedoch noch nicht die unheilsame Geistesfaktoren wie Anhaftung an die Sinnesobjekte (kama-raga) und Aversion wie Angst, Furcht (dosa) aufgrund seiner Anhaftung an die Sinnesobjekteverloren. - Sakadāgāmī: den Einmalwiederkehrenden
Der Einmalwiederkehrer hat sich durch den Eintritt in die zweite Stufe von Erleuchtungserfahrung (Pfad) die unheilsamen Geistesfaktoren. - Anāgami: den Nichtwiederkehrer
- arahat: den Heiligen
Die vier Arten von Realisierten mit unterschiedlichen Stufen von Erleuchtungserfahrungen (ariya-puggala lassen sich danach darstellen, welche unheilsamen Geistesfaktoren sie bereits überwunden haben:
| ariya\Fessel | atta- ditthi | vici- kicchā | sīla- bbata- parā- māsa | kāma- rāga | dosa | rūpa- rāga | arūpa- rāga | māna | du- udhacca | aviccā |
| sotāpanna | ¤ | ¤ | ¤ | | | | | | | |
| sakadāgāmi | ¤ | ¤ | ¤ | | | | | | | |
| anāgami | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | | | | | |
| arahat | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ | ¤ |
LEGENDE:
¤ = unheilsamen Geistesfaktor vollständig überwunden
= unheilsamen Geistesfaktor teilweilweise überwunden
= unheilsamer Geistesfaktor noch vorhanden 
arūpa-rāga:

arūpâvacara:
Mit Unkörperlicher Sphäre (arūpâvacara) sind gemeint die 4 höheren Vertiefungsgebiete (arūpâyatana =arūpa-jhāna) bzw. die diesen entsprechenden und aller Körperlichkeit entrückten, rein geistigen Daseinssphären. Hier bestehen nur die 4 geistigen Gruppen: Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Geistbewusstsein. Vgl. §100. 
a-sankharika:

a-sankhārika:

a-sankhā-rika:

atiparittârammaṇa:

attha-paññatti:

atthi:

atthi-paccaya:

atthu-kāma:

avigata:

avigata-paccaya:

avijjā:

avijjamāna-paññatti:

avijjamānena avijjamāna-paññatti:

avijjamānena vijjamāna-paññatti:

avyākata:

ādīnava-ñāṇa:

āhāra:

āhāra-paccaya:

ājīva-pärisuddhi:

ākāsanañcäyatana:

ākiñcaññdyatana:

ārammana:

ārammaṇa:

ārammaṇâdhipati:

ārammaṅa-paccaya:

ārammaṇ-paccaya:

ārammaṇupanissaya:

ārammaṇûpanissaya):

āsevana:

āsevana-paccaya:

āvajjana:

āyatana:

bbavanga:

bbavang'-upaccheda:

Betrachtungen:

bhanga-ñāṇa:

bhava:

bhavanga:
Im Visuddhi-Magga ((Vis. XIV)heißt es:
"Sobald das (im Momente der Empfängnis im Mutterleib eingetretene) Wiedergeburtsbewusstsein geschwunden ist, tritt mit genau demselben Objekt (wie im Sterbe- und Wiedergeburtsbewusstsein) jedes mal das dementsprechende Unterbewusstsein (bhavanga-vinnāna) auf,
unmittelbar auf das betreffende Wiedergeburtsbewusstsein folgend und
die Wirkung dieser und jener (unmittelbar vor dem Tode begangenen) Tat (kamma = karma, geistige Willenstätigkeit) darstellend.
Und wiederum von neuem tritt ein weiteres ähnliches Unterbewusstsein auf. Solange nun kein anderes, die Kontinuität (santāna) des unterbewussten Lebensstroms unterbrechendes, (Ober-) Bewusstsein aufsteigt, solange tritt das Unterbewusstsein, der Strömung eines Flusses vergleichbar, selbst während des traumlosen Schlafes und anderer Zeiten immer wieder in derselben Weise unzählige Male auf. Auf diese Weise ist das fortgesetzte Auftreten jener Bewusstseinszustände in dem unterbewussten Lebensstrome zu verstehen."
Die grundlegende Bedeutung des Begriffs bhavanga als Arbeitshypothese zur Erklärung der buddhistischen Lehren der Wiedergeburt, Rückerinnerung usw., ist bis jetzt von den westlichen Forschern noch kaum erkannt worden.
Bhavanga (= bhavassa anga) wird erklärt als 'Untergrund oder Grundlage (anga = kārana) des Lebens oder Daseins', so dass ich den häufig vorkommenden Begriff bhavanga-sota als 'unterbewussten Lebensstrom' wiedergebe.
Bloß die kürzere Bezeichnung bhavanga (Lebensgrund) kommt im Kanon einige Male vor, und da auch nur in dem letzten Buche der philosophischen Sammlung, dem Paṭṭhāna, wird aber dort nirgends näher erklärt, sondern offenbar als bekannt vorausgesetzt.
Dort heißt es z.B. (Tikapaṭṭhāna, II, Pañhavara 4):
"Das bhavanga ist für das Aufmerken āvajjana; nämlich am Geisttor oder Fünfsinnestor) eine Bedingung im Sinne von Kontiguität oder unmittelbarer Angrenzung" (§ 174; vgl. § 66).
Das bhavanga wird nach dem Kanon als Bedingung für:
- zum Aufsteigen des Sinnesbewusstseins
- des Geistbewusstseins
gesehen
Dazu im Visuddhi-Magga ((Vis. XIV):
"Sind aber, während die Kontinuität des Bewusstseinsstroms im Gange ist, die Sinnesfähigkeiten der Wesen zum Erfassen der Objekte tauglich geworden, so findet, sobald (z.B.) ein Sehobjekt in den Gesichtskreis getreten ist, durch das Objekt bedingt eine Einwirkung auf das sensitive Sehorgan (cakkhu-pasāda) statt.
Darauf erfolgt durch diese Einwirkung eine Erregung des Unterbewussten (bbavanga-calana).
Sobald aber das Unterbewusstsein geschwunden ist, steigt das rein funktionelle Geist-Element (mano-dbātu; Tab.I. 70) auf, indem es, eben dieses Sehobjekt zum Objekt nehmend und das Unterbewusste durchbrechend, die Funktion des Aufmerkens (āvajjana) erfüllt..
Unmittelbar auf das Aufmerken aber steigt an der Sehpforte das, die Augensensitivität zur Grundlage habende, Sehbewusstsein (cak-khu-vinnāna) auf, indem es die Funktion des Sehens erfüllt..
Unmittelbar darauf steigt das entsprechende Geist-Element auf…, indem es das Objekt des Sehbewusstseins rezipiert (sampaticchana)…
Unmittelbar darauf das entsprechende Geist-Element…, das das, durch das Geist-Element rezipierte, Objekt des Sehnbewusstseins prüft (santīrana)…
Unmittelbar darauf das von Indifferenz begleitete, funktionelle, wurzellose Geistbewusstseins-Element, indem es eben jenes Objekt feststellt (votthapana)…
Unmittelbar darauf… kommt es zum Aufblitzen von 6 oder 7 Impulsivmomenten (javana)…
Ist das Objekt sehr groß…, so kommt es 1- oder 2-mal zum Aufsteigen von irgendeiner der karmagewirkten Bewusstseinsklassen… oder des Geistbewusstseins-Elements, indem dieses 'jenes Objekt' (tad-ārammana) des Impulsivbewusstseins zum Objekt nimmt. Darum wird es als registrierendes (tad-ārammana) bezeichnet.
Nach Ablauf desselben tritt wiederum das Unterbewusstsein ein. Sobald das Unterbewusstsein aber wieder durchbrochen wird, entstehen von neuem das aufmerkende Bewusstsein usw." 
bhavanga-calana:

bhavanga-sota:

bhaya-ñāṇa:

brahma-vihāra:

cakkhu-viññāṇa:
Sehbewusstsein. Ein citta, das im wurzelfreien (ahetuka) bzw. karmisch-gewirkten (vipāka) Bewusstsein auftritt und in der Wahrnehmung mit eines angenehmen Objekts (kusala-vipāka) oder einem unangenehmen Objekt verbunden ist.
Das Sehbewusstsein ist lediglich ein Teil eines umfangreichen Prozesses zur Wahrnehmung eines Objektes in welchem Bewusstseinsphasen in ungeheurer Geschwindigkeit aufeinander folgen und eine Reihe von Funktionen verrichten:
- Erregen und Schwinden des Unterbewusstseins (bbavanga-calana),
- Aufmerken am Fünfsinnestor (pañca-dvārâvajjana) ,
- Sehen cakkhu-viññāṇa-citta),
- Rezipieren des Sehobjekts (sampaṭicchana-citta),
- Prüfen desselben (santīrana-citta),
- Festellen desselben (votthapana-citta)
- Funktion Impulsion (Reaktion auf das Objekt) ,
- Registrieren oder Nachklingen (tadārammana).

catu-pārisuddhi-sīla:

cetanā:

cetasika:
Geistesfaktor, Geisteszustand, geistige Eigenschaft, geistiger Begleiter.
Cetasikas sind Paramattha-dhammas, letztendliche Wirklichkeit.
Cetasikas enstehen immer zusammen mit Bewusstsein (citta), vergehen zusammen, arbeiten mit demselben Objekt und haben dieselbe Sinnes-Grundlage. Sie erklären die Spezifität von geistigen Phänomenen.
Die cetasikas haben alle unterschiedliche Funktionen innerhalb einer "geistigen Einheit"
- Die Kombination von citta und cetasika bestimmt die Qualtität einer geistigen Einheit, die von Moment entsteht, besteht und vergeht.
- Eine geistige Einheit besteht immer aus citta + mindestens den 7 universellen cetasikas
- Die Kombination bestimt die karmische Qualtität des Bewusstseins. Der Abhidhamma lehrt 52 Geistesfaktoren, wovon 13 karmisch variabel sind (7 universelle und 6 gelegentliche), 14 unheilsam und 25 edel.
- cetasikas konstituieren, formen oder gestalten als - mit dem Bewusstsein zusammenenstehende Bestandteile - das geistige Dasein

chanda:

citta:
'Bewusstsein' ist ein grundlegender Begriff in der Abhidhamma-Philosophie und ist ein Synonym für viññāṇa. Alle Phänomene lassen sich
Bewusstsein (citta), Geistesfaktoren (cetasika) und materielle Phänomen (rûpa) unterteilen. Das Bewusstsein (citta) ist für die Analyse des Daseins dabei von zentraler Bedeutung.
Für citta gibt es zwei Klassen von Definitionsversuchen (vgl. Swe Zang Aung, 1995):
I. Klasse der unscharfen Defintionen:
1. Citta ist das, was denkt, erinnert, schlussfolgert und beabsichtigt.
2. Citta ist das, was wahrnimmt, denkt, fühlt, beabsichtigt und wünscht
3. Citta ist das, was fühlt, weiß und sich gestaltet (vedana-ñana-sankhara-Definition)
=> Alle drei Definition sind unscharf oder unvollständig und können nicht alle 121 Bewusstseinsklassen repräsentieren
II. kattu-sādhana Definition:
Diese Definition weist einer Tätigkeit (kattu) z.B. Denken bzw. Wissen einem Objekt (sādhana) zu.
Die grammatische Definition von dem Ausdruck citta ist ārammaṇan cintetīti cittan (denken = denken von einem Objekt).
Hier wird das Wort cinteti (denkend) in seiner meist verständlichen Bedeutung vijānāti (wissend) gebraucht. Geist ist dann gewöhnlich als 'bewusst sein von einem Objekt'. Danach kann Bewusstsein (citta) in verschiedenen Gestaltung sich einem Objekt bewusst sein. Ausschlaggebend für die genauen Bewusstseinszustand (citta) sind Formungen durch Geistesfaktoren (cetasika).
=> citta ist danach eine Tätigkeits (kattua)-Objekt (sādhana) -Beziehung. 
citta-kammannatā:

citta-kammaññatā:

citta-lahutā:

citta-mudutā:

citta-pāgunnatā:

citta-passaddbi:

citta-passadhi:

citta-'ujukatā:

citta-visuddhi:

cittujjukatā:

cuti-citta:

dhārana:

dhātu:

diţţhi:

diṭṭhi:

diṭṭhii:

diṭṭhi-visuddhi:

domanassa:

dosa:

dosa-mūla:

dossa:

du-hetuka:

dukkha-kāyaviññāṇa-citta:

dukkha-lakkhaņa:

dukkhânupassana:

dvāra:

Einleitung Nyānatiloka:

ekagattā:

eka-hetuka:

gbāna-viññāṇa:

Gefühl:

hetu:

hetu-paccaya:

hiri:

Imp.:

indriya:

indriya-paccaya:

indriya-samvara:

issā:

jarā-maraṇa:

jāti:

jhāna:
jhāna sind von aller Sinnlichkeit entrückte Versenkungszustände. Sie werden in die Feinkörperliche Sphäre des Bewusstseins (rūpâvacara)eingeordnet. Eine eigentliche Körperlichkeit, wie in unserer Sinneswelt, gibt es in letzterer nicht, und von den 5 Sinnestätigkeiten gibt es dort nur das Sehen und Hören.
Es gibt insgesamt 15 (3 x 5) der Feinkörperlichen Sphäre angehörende Bewusstseinsklassen: (5) karmisch heilsame (kusala), (5) karmagewirkte (vipāka) und (5) karmisch-unabhängig funktionierende (kiriya), nämlich:
- Das von Gedankenfassung (vitakka), Diskursivem Denken(vicāra), Verzückung (pīti), Glücksgefühl (sukba) und Sammlung (ekaggata, wortl. 'Eiṇspitzigkeit' = samādbi)begleitete Bewusstsein der 1. Vertiefung (jhāna).
- Das von Diskursivem Denken, Verzückung, Glücksgefühl und Sammlung begleitete Bewusstsein der 2. Vertiefung.
- Das von Verzückung, Glücksgefühl und Sammlung begleitete Bewusstsein der 3. Vertiefung.
- Das von Glücksgefühl und Sammlung begleitete Bewusstsein der 4. Vertiefung.
- Das von Gleichmut (upekkha) und Sammlung begleitete Bewusstsein der 5. Vertiefung.
Die hier gegebene Fünfereinteilung der Vertiefungen (jhāna; s. B.Wtb.) ist die im Abhihamma meistgebräuchliche. Der darin als 2. Vertiefung angegebene Zustand ergibt sich hierbei in Wirklichkeit durch Ausschaltung bloß des ersten Gliedes 'Gedankenfassung' (vitakka) statt der beiden ersten Glieder 'Gedankenfassung' und 'Diskursives Denken', wie es der Fall ist bei der in den Sutten gelehrten 2. Vertiefung. Die hier gegebene 1., 3., 4. und 5. Vertiefung entsprechen also der Reihe nach den in den Sutten gelehrten vier Vertiefungen. 
jhāna-paccaya:

jivhā-viññāṇa:

jīvita:

jīvitindriya:

kāma:
Nach dem Wörterbuch von Nyanatiloka:
"Sinnlichkeit" läßt sich einteilen in:
* objektive Sinnlichkeit: die lieblichen Sinnenobjekte (vatthu-kāma),
* subjektive Sinnlichkeit: die sinnlichen Leidenschaften (kilesa-kāma; s. MNid. 1.)
»Fünf Sinnenfreuden (kāma-guna) gibt es, nämlich:
* die dem Auge erkennbaren Formen, die erwünschten, begehrten, angenehmen, lieblichen, sinnlichen, berauschenden, die dem Ohre vernehmbaren Töne usw. (D.33; M.13, M.26, M.59, M.66, M.99 u. a.) 
kāma-rāga:
Sinnenlust; kāma-rāga ist ein Synonym von kāma-tanhā; siehe tanhā. 
kāmâvacara:
kāma bedeutet "Sinnlichkeit" und ava-cara "sich hin und her bewegen" . Kurz und knapp ist also kāmâvacara die Sinnenwelt in der sich alle Lebewesen mit in ihrer Sinnlichkeit hin- und her bewegen.
Kāmâvacara ist auch das Gebiet der sinnlichen Begierde (kāma-rāga), der Sinnesobjekte (vatthu-kāma;s. B.Wtb.: kāma), die Sinnenwelt der Menschen und Tiere bestehend aus den 5 Daseinsgruppen (khandha) wie Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung, Geistesfaktoren, Bewusstsein (rūpa-kkhandha, vedanā-kkhandha, saññā-kkhandha, sankhāra-kkhandha, viññāņa-kkhandha).
kāmâvacara wird nach Abhidhamma in drei verschiedene Bewusstseinsgruppen eingeteilt:
unheilsames Bewusstsein oder akusala-citta
wurzelfreies Bewusstsein ahetuka-citta
Schönes oder lauteres Bewusstsein sobhana-citta
Siehe dazu auch kāmâvacara-citta. 
kāmâvacara-citta:
Die Sinnenwelt-Bewusstsein oder genauer das sinnliche Bewusstsein (kāmâvacara-citta) wird in drei Teile unterteilt:
unheilsames Bewusstsein oder akusala-citta mit 12 cittas
wurzelfreies Bewusstsein (ahetuka citta)mit 18 cittas
schönes oder lauteres Bewusstsein (sobhana-citta))mit 3 cittas
Teil I. Unheilsames Bewusstsein (akusala citta)
| Nr. | Wurzel-Faktor (mula) | Gefühl (vedanā) | Assoziierter Geistes- faktor(cetasika) | Spontan (asankharika) |
| 1. | Gier (lobha) | Freude. (somanassa) | mit Ansicht (dhiṭṭhi) | ja |
| 2. | " | " | " | nein |
| 3. | " | " | ohne Ansicht | ja |
| 4. | " | " | " | nein |
| 5. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | mit Ansicht | ja |
| 6. | " | " | " | nein |
| 7. | " | " | ohne Ansicht | ja |
| 8. | " | " | " | nein |
| 9. | Hass (dosa) | negatives Gefühl (domanassa) | Hass (dosa) | ja |
| 10. | " | " | " | nein |
| 11. | Verblendung (moha) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Zweifel (vicikicchā) | - |
| 12 | " | " | Aufgeregtheit (uddhacca) | - |
Teil II. Wurzelfreies Bewusstsein (ahetuka citta)
a)unheilsam gewirktes wurzelfreies Bewusstsein
(akusalavipāka-ahetukacitta)
| Nr. | vipāka-Art | Gefühl (vedanā) | Bewusstsein (citta) |
| 1. | unheilsam-gewirkt (kusāla-vipāka) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Seh-Bewusstsein (cakkhu-citta) |
| 2. | " | " | Gehör-Bewusstsein (sota-) |
| 3. | " | " | Geruch-Bewusstsein (ghāna-) |
| 4. | " | " | Geschmack-Bewusstsein (jihvā-) |
| 5. | " | körpl. Wehgefühl (dukkhā vedanā) | Körper-Bewusstsein (kāya) |
| 6. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Rezeptions-Bewusstsein (sampaṭicchana- ) |
| 7. | " | " | Prüf-Bewusstsein (santīraṇa-) |
b)heilsam gewirktes und wurzelfreies Bewusstsein
(kusalavipāka-ahetukacitta)
| Nr. | vipāka-Art | Gefühl (vedanā) | Bewusstsein (citta) |
| 1. | unheilsam-gewirkt (kusāla-vipāka) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Seh-Bewusstsein (cakkhu-citta) |
| 2. | " | " | Gehör-Bewusstsein (sota-) |
| 3. | " | " | Geruch-Bewusstsein (ghāna-) |
| 4. | " | " | Geschmack-Bewusstsein (jihvā-) |
| 5. | " | körpl. Schmerzgefühl (sukkhā vedanā) | Körper-Bewusstsein (kāya-) |
| 6. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Rezeptions-Bewusstsein (sampaticchana-) |
| 7. | " | Freude. (somanassa) | Prüf-Bewusstsein (santīrana-) |
| 8. | " | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Prüf-Bewusstsein (santīrana-) |
c)karmisch-unabhängiges funktionierendes Bewusstsein
(kiriya)
| Nr. | Art | Gefühls- aus- prägung vedanā | citta |
| 1. | karmisch-unabhängig (kiriya) | indifferentes Gefühl (upekkhā-vedanā) | Geist-Element Aufmerken 5 Pforten (pañca-dvārâvajjana) |
| 2. | " | " | Geist-Bewusstseinselement Aufmerken Geisttor (mano-dvārâvajjana) |
| 3. | " | freude-begleitet (somanassa) | lächelndes Bewusstsein (hasit' uppāda-citta des arahat) |
Teil III. Schönes oder lauteres Bewusstsein (sobhana-citta)
Die drei Achtergruppen
Sphäre (vacara) | Bewusstsein(citta) |
Sinnessphäre (kamavacara) =24 | 1. Achtfach karmisch heilsames Bewusstsein (kama-kusula-citta) 2. Achtfach karmisch-gewirktes Bewusstsein (kama-vipāka-citta) 3. Achtfach funktionelles Bewusstsein (kama-kiriya-citta) | Fein- körperliche- Sphäre (rupavacara) =15 |
Sinnessphäre (kamavacara) =24 | Gesamt | Gesamt |
1. Achtfach karmisch heilsames Bewusstsein (kama-kusula-citta) 2. Achtfach karmisch-gewirktes Bewusstsein (kama-vipāka-citta) 3. Achtfach funktionelles Bewusstsein (kama-kiriya-citta) | Gesamt | Gesamt |
Fein- körperliche- Sphäre (rupavacara) =15 | Gesamt | Gesamt |
1. Fünffache karmische Versenkung 2. Fünffache karmisch-gewirkte Versenkung 3. Fünffache funktionelle Versenkung | Gesamt | Gesamt |
Un- körper- liche Sphäre (arupavacara) =12 | Gesamt | Gesamt |
1. Vierfache karmischeVersenkung 2. Vierfache karmisch-gew. Versenkung 3. Vierfache funktionelle Versenkung | Gesamt | Gesamt |
Über- weltlich (lokuttara) =8 | Gesamt | Gesamt |
1. Vierfache karmische Pfadmomente 2. Vierfache gewirkte Fuchtmomente | Gesamt | Gesamt |

kamma:

kamma-bhava:

kamma-cetanā:

kamma-paccaya:

kamma-vaṭa:

kamma-vaṭṭa:

kamma-vṭṭa:

kankhāvitaraṇa-visuddhi:

Karma:

karuņā:

karuṇā:

kasiṇa-nimitta:

kāya:

kāya-kammannatā:

kāya-kammaññatā:

kaya-labuta:

kāya-lahutā:

kāya-mudutā:

kāya-pāgunnatā:

kāya-passaddhi:

kāya-passadhi:

kāya-'ujukatā:

kāya-viññāṇa:

kāyika-sukha:

kāyujjukatā:

khandha:
Das Dasein lässt sich nach buddhistischer Auffassung in fünf Gruppen zusammenfassen:
- Körperlichkeit
- Gefühlsgruppe
- Wahrnehmung
- Formationsgruppe
- Bewusstseinsgruppe
Nach Nyanatilokas Wörterbuch:
I. Körperlichkeitsgruppe (rūpa-kkhandha)
(a) 4 Elemente (dhātu, d.i. ‘Nicht-abhängige Körperlichkeit: no upādā-rūpa)
| |
| Erdelement (Festes) | (pathavī-dhātu) |
| Hitzeelement | (tejo-dhātu) |
| Wasserelement (Flüssiges, Bindendes) | (āpo-dhātu) |
| Windelement (Bewegung) | (vāyo-dhātu) |
(b) Abhängige Körperlichkeit - ist 24fach (upādā-rūpa)
Körperliche Sinnesorgane:(siehe āyatana)
- Sehorgan (cakkhu)
- Hörorgan (sota)
- Riechorgan (ghāna)
- Schmeckorgan (jihvā)
- Körperorgan (kāya)
Körperliche Sinnes Objekte: (siehe āyatana)
- Sehobjekt (rūpa)
- Hörobjekt (sadda)
- Riechobjekt (gandha)
- Schmeckobjekt (rasa)
- Weiblichkeit (itthindriya, siehe bhāva)
- Männlichkeit (purisindriya, siehe bhāva)
- Lebensfähigkeit (rūpa-jīvita, siehe jīvitindriya)
- Herz, als körperl. Denkgrundlage (hadaya-vatthu)
- Körp. Äußerung (kāya-viññatti, siehe viññatti)
- Sprachl. Äußerung (vacī-viññatti, siehe viññatti)
- Raumelement (ākāsa-dhatū, siehe ākāsa)
- Körp. Beweglichkeit (rūpassa lahutā)
- Körp. Geschmeidigkeit (rūpassa mudutā)
- Körp. Gefügigkeit (rūpassa kammaññatā)
- Körp. Wachsen (rūpassa upacaya)
- Körp. Kontinuität (rūpassa santati, siehe santāna)
- Körp. Verfall (jarā)
- Körp. Vergänglichkeit (aniccatā)
- Stoffliche Nahrung (āhāra)
----------
II. Gefühlsgruppe (vedanā-kkhandha)
Alle Gefühle werden mit Hinsicht auf ihre Natur fünffach unterteilt:
- Körperliches Wohlgefühl (sukha = kāyikā sukhā vedanā)
- Körperliches Schmerzgefühl (dukkha = kāyikā dukkhā vedanā)
- Geistiges Wohlgefühl (somanassa = cetasikā sukhā vedanā)
- Geistiges Schmerzgefühl (domanassa = cetasikā dukkhā vedanā)
- Indifferentes Gefühl (upekkhā = adhukkha-m-asukhā vedanā).
Die karmische Qualität des Gefühls, genau wie die der Wahrnehmung und Geistesformationen richtet sich jedesmals nach derjenigen des damit verbundenen Bewußtseins.
----------
III. Wahrnehmungsgruppe (saññā-kkhandha)
Alle Wahrnehmungen werden in den Sutten den 6 Sinnenklassen entsprechend in Form-, Ton-, Geruchs-, Geschmacks-, Tastwahrnehmung und geistige Wahrnehmung, eingeteilt.
----------
IV. Formationen (sankhāra-kkhandha)
In dieser Gruppe gibt es 50 Geistesformationen, unterteilt in 11 Allgemeine, 25 Edle und 14 karmisch Unheilsame. Siehe Tabelle II im Anhang.
-----------
V. Bewußtseins-Gruppe (viññāna-kkhandha)
Wie bei der Wahrnehmungsgruppe (*) wird in den Sutten das Bewußtsein, entsprechend den Sinnen in 6 Gruppen unterteilt: Seh-, Hör-, Riech-, Körper-, Schmeck-, und Geist-Bewußtsein.
Im Abhidhamma und den Kommentaren dagegen werden 89 Bewußtseins-Klassen unterschieden.
Hierüber siehe Tabelle I.
(*) Ohne Wahrnehmung kann das dazugehörige Bewußtsein nicht aufsteigen. 
kicca:

kikkucca:

kilesavaṭṭa:

kilesa-vaṭṭa:

kinyā:

kiriya:

kiriyā:

kiriya-a-c:

kiriya-ahetuka-citta:

kkhandha:

Kompendium der karmisch unheilsamen Kategorien,:

Kompendium der vermischten Kategorien,:

Kompendium der zum Wissen gehörenden Kategorien,:

Kompendium des Ganzen.:

kukkucca:

kusala:

kusala-pañcaviññāṇa-citta:

kusala-sampaṭicchana-citta:

kusala-upekkhā-santīraṇa-citta:

kusala-v-a-c:

kusala-vipāka:

kusala-vipāka-ahetuka-citta:

lakkhaṇa:

lobba:

lobba-mūla:

lobha:
lobha ist ein Geistesfaktor (cetasika), der am besten mit Gier übersetzt wird. Gier, Hass und Verblendung (lobha, dosa, moha) gelten als die 3 bösen oder karmisch-unheilsamen, d.h. künftiges Ungemach oder Unheil erzeugenden, Wurzeln (akusala-m.ūla).
Als lobha (Gier usw.) gilt jede attraktorische Willensäußerung, angefangen von der feinsten Regung persönlicher Neigung bis zur gröbsten Regung von Egoismus und Habgier usw.; Die Wurzeln Gier und Hass schließen sich gegenseitig aus, können daher nie in ein und demselben Bewusstseinszustand miteinander verbunden sein. Jede von diesen beiden Wurzeln aber wurzelt wiederum in der Verblendung (moha) und ist daher stets damit verbunden.
Siehe auch unter dem Begriff lobha-mula. 
lobha-mula:
in lobha (Gier) wurzelnder Bewustseinszustand. Gier ist einer drei wichtigen unheilsamen Wurzel-Faktoren. Wurzelfaktoren sind notwendige und hinreichende Bedingung (hetu-paccayā)für die Entwicklung eines Geisteszustandsunds mit folgende acht Varianten gestaltet durch die Geistesfaktoren Gefühl (vedana) und Ansicht (diṭṭhi):
- Gier verbunden mit Freude und Ansicht
spontan
nicht spontan - Gier verbunden mit Freude ohne Ansicht
spontan
nicht spontan - Gier mit indifferenten Gefühl mit Ansicht
spontan
nicht spontan - Gier mit indifferenten Gefühl ohne Ansicht
spontan
nicht spontan
Die 1. bzw. 2. in Gier wurzelnde und damit verbundene Bewusstseinsklasse besteht z.B., wenn ein Mann sich voller Freude (somanassa) mit der Frau eines anderen vergeht oder einen Diebstahl ausübt oder ein Tier tötet oder lügt oder auch diese Dinge zu tun wünscht oder auch bloß in Gedanken von Begierde erfüllt ist und dabei die Ansicht (diţţhi) hat, dass solches durchaus nichts Böses sei. - Tritt nun dieser karmische Bewusstseinszustand ganz spontan (a-sankhā-rika, cig. 'ohne Vorbereitung') auf, so gehört er zur 1. Klasse; tritt er aber erst nach vorangehender Anregung durch andere oder nach zögerndem Entschluss oder innerer Überwindung usw. ein, so gehört er zur 2. Klasse. Hinsichtlich der karmischen Wirkung (vipāka) zieht natürlich der erstere Zustand, als der intensivere, schlimmere karmische Wirkungen nach sich.
Die 3. bzw. 4. Bewusstseinsklasse ist z.B. anwesend, wenn einer, trotzdem er sich vielleicht recht wohl bewusst ist, dass Töten, Stehlen, Lügen, begehrliche Gedanken usw. etwas Verwerfliches sind, sich dennoch voller Freude solchen Dingen hingibt.
Die Bewusstseinsklassen 5-8 unterscheiden sich von 1-4 bloß dadurch, dass sie von Indifferenz (upekkbā; s. B. Wtb.) begleitet sind. 
lokuttara:
Mit 'überweltlich' (lokuttara) sind gemeint die als die 4 Pfadbewusstseinsmomente (magga) und 4 Früchte (phala) bezeichneten 8 Stufen der Heiligkeit (§16), ferner das Nibbāna. - Über diese 9 überweltlichen Dinge (lokuttara-dbamma) s. ausführlicher B.Wtb.: ariya-puggala,nibbāna.
Es gibt insgesamt 8 (2 x 4) überweltliche Bewusstseinsklassen, (4) überweltlich-heilsame (1-4) und (4) überweltlich - karmage-wirkte (5-8), nämlich:
- Mit dem Pfade des Stromeintritts (sotâpatti-magga) verbundenes Bewusstsein,
- mit dem Pfade der Einmalwiederkehr (sakadāgāmi-magga)verbundenes Bewusstsein,
- mit dem Pfade der Niewiederkehr (anāgami-magga) verbundenes Bewusstsein,
- mit dem Pfade der Arahatschaft (arabatta-magga) verbundenes Bewusstsein,
- mit der Frucht des Stromeintritts (sotâpatti-phala) verbundenes Bewusstsein,
- mit der Frucht der Einmalwiederkehr (sakadāgāmi-phala)verbundenes Bewusstsein,
- mit der Frucht der Niewiederkehr (anāgāmi-phala) verbundenes Bewusstsein,
- mit der Frucht der Arahatschaft (arahatta-phala) verbundenes Bewusstsein.
Nach Einteilung in die vier Pfade gilt das überweltlich-heilsame Bewusstsein als vierfach und ferner aufgrund der Früchte als achtfach.
Nach dem Abhidhamma ist der überweltliche Pfad (magga) eine Bezeichnung für den, beim Eintritt in eine der 4 Stufen der Heiligkeit aufblitzenden und das Leben für immer umgestaltenden, Hellblick in die Vergänglichkeit, das Elend oder die Unpersönlichkeit alles Daseins. Die unmittelbar darauf als Wirkung folgenden und bis zur Erreichung der höheren Pfadmomente unter Umständen noch unzählige Male sich wiederholenden Bewusstseinsmomente gelten als das Ziel oder die Frucht (pbala) des entsprechenden Pfades.
Der in den Strom Eingetretene (sotäpanna) ist frei von den ersten 3 der an den Kreislauf des Daseins kettenden 10 Fesseln (samyo-jana), nämlich: 1. Persönlichkeitsglaube (sakkāya-diṭṭhi), 2. Zweifelsucht (vīcīkiccbā) und 3. Hang an äußeren Regeln und Riten (sīlabbata-parāmāsa).
Der Einmalwiederkehrende (sakadāgāmī) ist frei von der 4. und 5. Fessel in ihrer gröberen Form, d.i.: 4. Sinnliches Begehren (kāma-rāga) und 5. Übelwollen (vyāpāda).
Der Niewiederkehrender (andgāmi) ist vollkommen frei von diesen ersten 5 niederen Fesseln.
Der Heilige (arahat) ist außerdem auch vollkommen befreit von den 5 höheren Fesseln, d.i.: 6. Begehren nach Feinkörperlichkeit (rūpā-rāga), 7. Begehren nach Unkörperlichem Dasein (arüpa-rāga), 7. Begehren nach Unkörperlichen Dasein (arūpa-rāga), Dünkel (māna), 9. Aufgeregtheit (uddhacca), 10. Unwissenheit(avijjā). 
lokuttara-dbamma:
Mit lokuttara-dhamma (überweltliche dhamma) sind neun dhamma gemeint. Dazu gehören die als die 4 Pfadbewusstseinsmomente magga und 4 Früchte phala bezeichneten 8 Stufen der Heiligkeit und Nibbāna. Siehe auch dazu auch magga, phalaund lokuttara. 
mabaggata:

mabaggata-citta:

macchariya:

magag:

magga:
Nach dem Abhidhamma ist der überweltliche Pfad (magga) eine Bezeichnung für den, beim Eintritt in eine der 4 Stufen der Heiligkeit aufblitzenden und das Leben für immer umgestaltenden, Hellblick in die Vergänglichkeit, das Elend oder die Unpersönlichkeit alles Daseins. Das Sehen von nibbāna.
Die unmittelbar darauf als Wirkung folgenden und bis zur Erreichung der höheren Pfadmomente unter Umständen noch unzählige Male sich wiederholenden Bewusstseinsmomente gelten als das Ziel oder die Frucht (pbala) des entsprechenden Pfades.
Siehe auch phala oder auchlokuttara 
maggâmagga-ñāṇadassanavisuddhi:

magga-paccaya:

mahaggata:

maha-kiriya-citta:

maha-kusala-citta:

mahantârammaṇa:

maha-vipāka:
Die maha-vipāka sind karma-gewirktes Bewustseinsklassen - die im Unterbewussten auftreten - mit folgenden Kombinationen:
- Freude,mit Wissen,unvorbereitet
- Freude,mit Wissen,vorbereitet
- Freude,ohne Wissen,unvorbereitet
- Freude,ohne Wissen,vorbereitet
- Indifferenz.,mit Wissen,unvorbereitet
- Indifferenz,mit Wissen,vorbereitet
- Indifferenz,ohne Wissen,unvorbereitet
- Indifferenz,ohne Wissen,vorbereitet
----
(a) Objekt des Bewusstseins. Im Visuddhi-Magga (Vis. XIV)heißt es:
"Sobald das (im Momente der Empfängnis im Mutterleib eingetretene) Wiedergeburtsbewusstsein geschwunden ist, tritt mit genau demselben Objekt (wie im Sterbe- und Wiedergeburtsbewusstsein) jedes mal das dementsprechende Unterbewusstsein (bhavanga-vinnāna) auf, unmittelbar auf das betreffende Wiedergeburtsbewusstsein folgend und die Wirkung dieser und jener (unmittelbar vor dem Tode begangenen) Tat (kamma = karma, geistige Willenstätigkeit) darstellend. Und wiederum von neuem tritt ein weiteres ähnliches Unterbewusstsein auf. Solange nun kein anderes, die Kontinuität (santāna) des unterbewussten Lebensstroms unterbrechendes, (Ober-) Bewusstsein aufsteigt, solange tritt das Unterbewusstsein, der Strömung eines Flusses vergleichbar, selbst während des traumlosen Schlafes und anderer Zeiten immer wieder in derselben Weise unzählige Male auf. Auf diese Weise ist das fortgesetzte Auftreten jener Bewusstseinszustände in dem unterbewussten Lebensstrome zu verstehen."
----
b) Verbindung zwischen dem maha-vipākas und dem Bewusstsein
Jeder dieser Unterbewusstseinszustände ist also mit genau denselben Geistesfaktoren verbunden wie der ihm entsprechende Ober-Bewusstseinszustand und bildet gewissermaßen eine ununterbrochene Wiederholung des, durch die allerletzte karmische Willenstätigkeit vor dem Sterben bedingten, Wiedergeburtsbewusstseins und wirkt dadurch bestimmend auf den Charakter des Menschen ein.
Die durch die 1. heilsame Bewusstseinsklasse erzeugte Unterbewusstseinsklasse ist demnach genau wie jene durch Freude und Wissen gekennzeichnet und verbunden mit allen 13 untrennbaren und 25 edlen Geistesfaktoren, nur dass die unterbewussten Zustände karmisch- neutral (avyākata) sind. 
maha-vipāka-citta:

māna:

manasikāra:

mana-sikāra:

manasi-kāra:

mano:
mano bedeutet Geist. Mano kommt in unterschiedlichen Funktionen vor:
- mano- vinnana: Geistbewusstsein im Vergleich zu den anderen Sinnesbewusstseinszuständen wie z.B. cakkhu-vīññāṇa
- mano-dvārâvajjana: die Funktion des Aufmerkens an dem Geisttor (Siehe dazu mano-dvārâvajjana)
- mano-dbātu (s. Tab. 70): Geistelement tritt beim Aufmerken an den 5 Sinnestoren auf (pañcadvāra-āvajjana, Prozess 3)
- manovīññāṇa- dhātu (s. Tab. 40, 41, 56): Tritt mit dem prüfenden und dem festlegenden Bewusstsein auf (Prozess 6, 7)
- Mano- dvāra. Geisttor
Der Sinneswahrnehmungsprozess verläuft in mehreren Schritten:
Nr. | Prozess | Erläuerung | Grundlage |
(1) | bhvanga-calana | Erschütterung durch das Sinnesobjekt | bhvanga |
(2) | bbavang'-upaccheda | Abbrechen des Unterbewusstseins | bhvanga |
(3) | pañcadvāra-āvajjana | Aufmerken 5 Sinnestore | durch das Geistelement (mano-dbātu; s. Tab. 70) |
(4) | viññana | Sinnesbewusstsein wie z.B. chakku-viññana | viññana |
(5) | sampaṭīccbana | Rezeption des Objektes | durch das Geiselement (mano-dbātu; s. Tab. 70) |
(6) | santīrana | Prüfendes Geist-Bewusstseinselement | Geistbewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu; s. Tab. 71) |
(7) | votthapana | Festlegendes Geistbewusstseinselement | Geistbewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu: s. Tab. 71) Aufmerken Geisttor (mano-dvāra-āvajjana) |

mano-dbātu:

mano-dvāra:

mano-dvārâvajjana:

mano-dvārâvajjana-citta:

manosañcetanā:

mano-viññāṇa:

manoviññāṇa-dbātu:

manoviññāṇa-dhātu:

manovīññāṇa-dhātu:

mettā:

micchā-kammanta-virati:

middha:

moba:

moha:

moha-mūla:

muccita-kamyatā-ñāṇa:

muditā:

mukha:

mūla:
Wurzel oder Wurzelfaktor. Zu den Wurzelfaktoren gehören: Gier (lobha), Hass (dosa), Verblendung (moha) und deren Gegensatzfaktoren Gierlosigkeit (alobha), Hasslosigkeit (adosa) und Unverblendung (amoha). Sie alle sind nach dem Patthana Wurzel-Bedingung. Wurzelbedingung (hetu-paccayā) bedeutet:
ein Bewusstseinsfaktor gleicht der Bedingung einer Wurzel. Die Wurzel ist notwendige und hinreichende Bedingung für die Entwicklung und den Lebenserhalt des Baumes. Stirbt die Wurzel so stirbt auch der Baum. Auf den Geist angewandt sind die heilsamen und die unheilsamen Geistesfaktoren die Wurzel-Faktoren für heilsame oder unheilsame Bewusstseins- bzw. Geisteszustände.
Die heilsamen Geisteszustände (kusala-citta) sind bedingt durch das Zusammenentstehen von heilsamen Geistesfaktoren wie:
Gierlosigkeit (alobha),
Hasslosigkeit (adosa),
Unverblendung amoha).
Die unheilsamen Geisteszustände (kusala-citta) sind bedingt durch das Zusammenentstehen von unheilsamen Geistesfaktoren wie:
Gier (lobha),
Hass (dosa),
Verblendung (moha).

| Heilsame Bewußtseinszustände (kusala-citta) bedingt durch: | Unheilsame Bewusstseinszustände (akusala-citta) bedingt durch: |
| Gierlosigkeit (alobha) | Gier (lobha) |
| Hasslosigkeit (adosa) | Aversion (dosa) |
| Unverblendung (amoha) | Verblendung |
Die Wurzelbedingungen werden ausführlich beschrieben in Dhs. 1053-1071.
Im Visuddhimagga heißt es: Genau wie die Saatkörner die Bedingungen sind für die Reispflanzen usw., oder wie die Farbe des Edelsteines die Bedingung ist für sein Leuchten usw., genau so auch bewirkt jene Wurzelbedingung das Heilsamsein der heilsamen Dinge usw.": dies ist die Auffassung einiger Meister. Trotzdem aber trifft bei den dadurch entstandenen 'körperlichen' Dingen (wie z.B. der körperlichen und sprachlichen Äußerung) das Wurzelbedingtsein nicht zu. Denn nicht bewirkt jene Wurzelbedingung bei ihnen das Heilsamsein usw., wenn sie auch recht wohl eine Bedingung für sie (d.i. für ihr Entstehen) ist. Es heißt nämlich (Pacc. No. 1): "Die Wurzeln (hetu) sind für die mit Wurzeln verbundenen Dinge und die dadurch entstandenen körperlichen Dinge eine Bedingung im Sinne von Wurzel. 
nāma:

nāma-kāya:

nāma-paññatti:

nāma-rūpa:

natthi-paccaya:

nibbāna:
Das als überweltlich geltende Nibbāna, das durch die vierfache Pfaderkenntnis (siehe magga) zu verwirklichende und das Objekt der 4 Pfade und Fruchtmomente (siehe phala)sich bildet. Es wir als nibbāna bezeichnet, weil es dem als Wunscheswahn (vāna: vgl. vana / -van, wünschen) geltenden Begehren entrückt ist.
1. nach Wesen | einfach: nicht weiter zusammengesetzt. |
2. zur Lebzeit oder mit dem Tod | zweifach: a) kilesa--parinibbāna (Heiligkeit zu Lebzeit) b)khandha-parinibbāna (Heiligkeit ohne Fortsetzung der Daseinsgruppen (Tod) |
3. nach den drei Merkmalen: | dreichfach: 1. leer 2. bedingungslos 3. wunschlos |
Die vom Wahne erlösten großen Weisen bezeichnen es als das Unendliche, Ungeschaffene, Höchste. Das Nibbāna bildet das höchste und letzte Endziel allen buddhistischen Strebens, nämlich das restlose Erlöschen allen in Gier, Hass und Verblendung sich äußernden, das Leben bejahenden und sich krampfhaft daran klammernden Willenstriebes und damit die endgültige, restlose Befreiung von allen künftigen Wiedergeborenwerden, Altern und Sterben, Leiden und Elend. 
nibbidā-ñāṇa:

nissaya:

nissaya-paccaya:

niyata:

ñāṇadassanavisuddhi:

ottapa:

ottappa:

paccaya:
Im Visuddhimagga im Kapitel VII heißt es:
"'Paccaya' (Bedingung): - Die Bedeutung dieses Wortes ist folgende: Weil 'bedingt' (paticca) von dort etwas 'herkommt' (eti, aya-ti), darum sagt man 'paccaya' (pati + aya). Dies bedeutet, daß (ein Ding oder Zustand) besteht, solange es dieser Bedingung nicht ermangelt. Dadurch ist gesagt: wenn ein Ding dadurch, daß es eines anderen Dinges nicht ermangelt, bestehen bleibt oder entsteht, so gilt jenes andere Ding als seine Bedingung. Was ihr Merkmal aber anbetrifft, so hat die Bedingung das Merkmal des Unterstützens. Ein Ding nämlich, das einem anderen Dinge zum Bleiben oder Aufsteigen eine Unterstützung bietet, wird als die Bedingung für das letztere bezeichnet. Die Worte wie Bedingung, Wurzel, Grund, Ursache, Entstehung, Ursprung u. dgl. sind dem Sinne nach alle ganz gleich und nur dem Wortlaute nach verschieden"
Im Paṭṭhāna gibt es 24 Bedingungen:
- Wurzel-Bedingung (hetu-paccaya)
- Objekt-Bedingung (ārammana-paccaya)
- Vorherrschafts-Bedingung (adhipati-paccaya)
- Angrenzungs-Bedingung (anantara-paccaya)
- Unmittelbarkeits-Bedingung (samanantara-paccaya)
- Zusammenentstehungs-Bedingung (sahajāta-paccaya)
- Gegenseitigkeits-Bedingung (aññamañña-paccaya)
- Grundlagen-Bedingung (nissaya-paccaya)
- Anlaß-Bedingung (upanissaya-paccaya)
- Vorherentstehungs-Bedingung (purejāta-paccaya)
- Nachherentstehungs-Bedingung (pacchājāta-paccaya)
- Wiederholungs-Bedingung (āsevanā-paccaya)
- Karma-Bedingung (kamma-paccaya)
- Karmawirkungs-Bedingung (vipāka-paccaya)
- Nahrungs-Bedingung (āhāra-paccaya)
- Fähigkeits-Bedingung (indriya-paccaya)
- Jhāna-Bedingung (jhāna-paccaya)
- Pfad-Bedingung (magga-paccaya)
- Verbundenseins-Bedingung (sampayutta-paccaya)
- Unverbundenseins-Bedingung (vippayutta-paccaya)
- Anwesenheits-Bedingung (atthi-paccaya)
- Abwesenheits-Bedingung (natthi-paccaya)
- Geschwundenseins-Bedingung (vigata-paccaya)
- Nichtgeschwundseins-Bedingung (avigata-paccaya
Sie sind grundlegend für das Verständnis des Bedingten Entstehens. 
paccaya-sannissita-sīla:

paccayupanna:

pacchājāta:

pacchājāta-paccaya:

pachājāta-paccaya:

pakatinissaya:

pakati-upanissaya:

pakiņņaka:

pakiṇṇaka:

pañcadvāra-āvajjana:

pañcadvārâvajjana:
Die, die Funktionen des Aufmerkens (āvajjana) auf die 5 Sinnestore bzw. auf das Geisttor vollziehenden, Bewusstseinsklassen werden im Abhidhamma (z.B. Dhs.), Vis. Und anderwärts als karmisch- unabhängig funktionierendes (kiriyā) Geist-Element (mano-dbātu; s. Tab. 70) bzw. Geistbewusstseins-Element (manoviññāṇa-dhātu; s. Tab. 71) bezeichnet.
Nr. | Prozess | Erläuerung | Grundlage |
(1) | bhvanga-calana | Erschütterung durch das Sinnesobjekt | bhvanga |
(2) | bbavang'-upaccheda | Abbrechen des Unterbewusstseins | bhvanga |
(3) | pañcadvāra-āvajjana | Aufmerken 5 Sinnestore | durch das Geistelement (mano-dbātu; s. Tab. 70) |
(4) | viññana | Sinnesbewusstsein wie z.B. chakku-viññana | viññana |
(5) | sampaṭīccbana | Rezeption des Objektes | durch das Geiselement (mano-dbātu; s. Tab. 70) |
(6) | santīrana | Prüfendes Geist-Bewusstseinselement | Geistbewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu; s. Tab. 71) |
(7) | votthapana | Festlegendes Geistbewusstseinselement | Geistbewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu: s. Tab. 71) |
Pañcadvārâvajjana ist der Prozess vor der Sinneswahrnehmung (Teil 3):
- (1) bhvanga-calana: Erschütterung des bhvanga durch das Sinnesobjekt:
- (2)bbavang'-upaccheda: Abbrechen des Unterbewusstseins
- (3)pañcadvāra-āvajjana: Aufmerken auf die Schwelle der 5 Sinnestore durch das Geistelement (mano-dbātu; s. Tab. 70)
- (4)viññana: Sinnesbewusstsein wie z.B. chakku-viññana
- (5)sampaṭīccbana:Rezeption des Objektes durch das Geist-Element (mano-dbātu; s. Tab. 70)
- (6)santīrana: Prüfendes Geist-Bewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu; s. Tab. 71)
- (7)votthapana: Festlegendes Geistbewusstseinselement (manoviññāṇa-dhātu: s. Tab. 71)
- --------
- (8)javana: 5-7 Impulsivmomente
- (9)tad-ārammaṇa: Registrierendes Geistbewusstseinselement

pañca-dvārâvajjana:

pañca-dvārâvajjana-citta:

paññapanato:

paññāpanato:

paññapitattā:

paññapiyattā:

paññati:

paññatti:

paññindriya:

paramattha-dbamma:
Paramattha-dhamma sind im höchsten Sinne wirkliche und erfahrbare Dinge, Phänomene oder Prozesse, wie zum Beispiel alle körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen im Gegensatz zu sogenannten 'konventionellen Dingen' (vohāra-dbamma; s. B.Wtb.: paramattha-sacca) wie z.B. Ich, Person usw.. Diese dienen uns auch als Orientierungen in der Wirklichkeit, sind aber letztendlich keine im höchsten Sinne wirklichen Dinge oder Prozesse, sondern sind Bestandteile einer weltlichen und verzerrten Anschauung.
Der abhidhammattha befasst sich mit Wirklichkeiten des Daseins aus einer höheren - d.h. nicht konventionellen - Sicht und stellt eine Zusammenfassung oder Kompendium der Wirklichkeiten bzw. paramattha-dhamma dar.
Im ersten Vers des abhihdammattha wird ausgeführt, das die Zusammenfassung der Dinge im höchsten Sinne vier dhammas bzw. dhamma-Bereiche sind:
- erBewusstsein (citta)
- Geistesfaktoren (cetasika), die mit dem Bewusstsein verbundenen sind
- Körperliche Prozesse (rūpa)
- Nibbāna, das nicht-bedingte dhamma.

paramatthato:

parittârammaṇa:

paticca-samuppāda:

paṭiccasamuppāda-naya:


paṭigha:

pātimokkha-samvara:

paṭipadā-ñāṇadassanavisuddhi:

paṭisandhi-citta:

paṭisankhā-ñāṇa:

Paṭṭhāna:

Paṭṭhāna-Methode:

paṭṭhāna-naya:

phala:
phala meint das Fruchtbewusstsein.
Nach dem Abhidhamma ist der überweltliche Pfad (magga) eine Bezeichnung für den, beim Eintritt in eine der 4 Stufen der Heiligkeit aufblitzenden und das Leben für immer umgestaltenden, Hellblick in die Vergänglichkeit, das Elend oder die Unpersönlichkeit alles Daseins. Das Sehen von nibbāna. Die unmittelbar darauf als Wirkung folgenden und bis zur Erreichung der höheren Pfadmomente unter Umständen noch unzählige Male sich wiederholenden Bewusstseinsmomente gelten als das Ziel oder die Frucht (pbala) des entsprechenden Pfades. Siehe auch lokuttara oder auch magga. 
phassa:

pīti:

prejāta:

Puñña:

purejāta:

purejāta-paccaya:

purjāta:

rūpa:
Alle materiellen bedingten Phänomene werden als rūpa bezeichnet. Sie lassen sich noch weiter unterteilen in die vier Grundelemente (mahā-bhūta) und die von den 4 Grundelementen abhängige Körperlichkeit (upādāya rūpa). Insgesamt werden 11 Kategorien (a bis k) mit 28 Elementen von Körperlichkeit unterschieden:
| Nr. | Arten der Körperlichkeit | Anzahl |
| (a) | Elementare Körperlichkeit (bhūta-rūpa): Erd-Element (das Feste), Wasser-Element (das Flüssige oder Bindende), Hitze-Element, Wind-Element (Bewegung) (pathavi-dhāthu, āpo°, tejo°, vāyo°; | 4 |
| (b) | Sensitive Körperlichkeit (pasāda-rūpa): Seh-, Hör-, Riech-_ Schmeck-, Körper-Organ | 5 |
| (c) | Objekt-Körperlichkeit (gocara-rūpa): Seh-, Hör-, Riech-, Schmeck-, Körper-Objekt. - Als das Körpereindruck-Objekt gelten die unter a bereits aufgezählten) 3 Elemente Erd-, Hitze- und Wind-Element, nicht aber das Wasser-Element | 4 |
| (d) | Geschlechts-Körperlichkeit (bhāva-rūpa): Männlichkeit, Weiblichketi | 2 |
| (e) | Herz-Körperlichkeit (hadaya-rūpa): das Herz als physische Grundlage des Geistes (hadaya-vatthu | 1 |
| (f) | Vitalitäts-Körperlichkeit (jīvita-rūpa): physische Lebensfähigkei | 1 |
| (g) | Nutritive Körperlichkeit (āhāra-rūpa): stoffliche Nahrung. | 1 |
| (h) | Begrenzungs-Körperlichkeit (pariccheda-rūpa das Raum-Element | 1 |
| (i) | in Äußerungen bestehende Körperlichkeit (viññatti-rūpa) 1) körperliche Äußerung (kāya- viññatti) 2) sprachliche Äußerung (vacī-viññatti); | 2 |
| (j) | in Veränderungen bestehende Körperlichkeit (vikāra°): 1) körperliche Beweglichkeit (rūpassa lahutā), 2) körperliche Geschmeidigkeit (rūpassa mudutā), 3) körperliche Gefügigkeit (rūpassa kammaññatā (ohne die die bereits oben genannten und deshalb hier nicht mehr mitzuzählenden 2 Äußerungen bzw. viññatti) | 3 |
| (k) | in Merkmalen bestehende Körperlichkeit (lakkhaņa°): 1) Wachsen (upacaya) 2) Kontinuität (santati 3) Verfall (jaratā) 4) Unbeständigkeit (aniccatā)hier wird die Geburt (jāti) als Anwachsen und Kontinuität bezeichnet. | 4 |
| Anzahl aller Elemente (a) bis (k) | 28 |
Siehe auch den Abhidhamma-Abschnitt über Körperlichkeit. 
rūpa-kkhandha:
Siehe khandha 
rūpā-rāga:
Sinnliche Begierde. Siehe auch rūpa oder rāga. 
rūpâvacara:
Mit Feinkörperlicher Sphäre (rūpâvacara) sind bisweilen gemeint die aller Sinnlichkeit entrückten ersten 5 geistigen Vertiefungszustände (jhāna; s. B.Wtb.), bisweilen die diesen entsprechenden feinstofflichen Brahmahimmel. Eine eigentliche Körperlichkeit, wie in unserer Sinneswelt, gibt es in letzterer nicht, und von den 5 Sinnestätigkeiten gibt es dort nur das Sehen und Hören. Vgl. §107. 
sabba-citta-sadhārana:

sabbâkusala-sādhārana:

sabbäkusala-sādhārana:

sadda-paññatti:

saddbā:

saddhā:

sahajāta:

sahajātâdhipati:

sahajāta-paccaya:

sahajāta-rūpa:

sahetuka:

sahetuka-citta:

sakadāgāmī:

sakadāgāmi-magga:

sakadāgāmi-phala:

sakkāya-diṭṭhi:

samādhi:

samādhi):

samanantara-paccaya:

sammā-ājīva:

sammā-kammanta:

sammasana-ñāṇa:

sammā-vācā:

sampaticchana:
Unter dem, als Karmawirkung (vipāka) geltenden, Rezeptiv - Bewusstsein (sampaṭicchana-citta) hat man das, unmittelbar auf die Entstehung des Sinnesbewusstseins (Seh-, Hör-, Riech-, Schmeck oder Körperbewusstseins) folgende und die das Sinnesobjekt (Bild, Ton usw.) rezipierende Funktion ausübende, Geist-Element (mano- dhatu; s. Tab.I. 39, 55) zu verstehen. 
sampaṭīcchana:

sampaṭicchana-citta:

sampayutta:

sampayutta-paccaya:

sankbāra-kkbandba:

sankhār:

sankhāra:
Dieser Begriff bedeutet bedingte Gestaltung und bezeichnet entweder (1) die Tätigkeit / Aktivität des absichtlichen Gestaltens [kamma cetanā](2) den passiven Zustand des bedingten Gestaltetseins.
In Rahmen der Lehre des "Bedingten Entstehens" wird sankhāra mit kamma-cetanā mit absichtlichen, willentliche oder kammischen Aktivitäten gleichgesetzt (2). Gemeint sind willentliche Aktivitäten, vor allem geistige, die sich in Werken, Worten und Handlungen ausdrücken. Verbunden mit Unwissenheit entstehen meist karmische Handlungen aus Gier (lobha) und Aversion (dosa). Aus Verblendung sehen wir nicht, was heilsam und unheilsam ist. So handeln wir aus blindem Nicht-Wissen heraus meist unheilsam, normalerweise aus einem Mögen und Wünschen heraus, das bedeutet auf der Grundlage von Gier . Wir werden von Gier geleitet. Wir mögen ständig dieses und jenes und das andere, die ganze Zeit wollen und begehren wir. Wegen unserer Unwissenheit, weil wir das Resultat von Gier nicht verstehen, den Einfluss oder die Kraft von Gier nicht kennen. Wenn wir nicht bekommen, was wir wollen, sind wir enttäuscht, frustriert, werden ärgerlich und wütend.
Insgesamt sind es zwölf Faktoren im Kreislauf des "Bedingten Entstehens" und drei Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Als Beginn haben wir Unwissenheit (avijja) erwähnt. Auf gute Resultate hoffend, handeln wir - das ist sankhara. Diese beiden
Momente gehören der Vergangenheit an, und sie haben uns hierher in diese Welt gebracht. Die Ursache, dass wir hier sind, war
gutes Karma (kamma) in der Vergangenheit, waren heilsame Handlungen, die wir früher begangen haben, z.B. Geben, Essen-Spenden, Einhaltung ethischer Regeln oder ein paar heilsame Gedanken. 
sankhāra-kkhandha:
Siehe khandha. 
sankhārupekkha-ñāṇa:

sañña:

saññā:
Wahrnehmung, Erinnerung
Saññā bedeutet wörtlich etwa "kennen (ñā) durch geistige Kennzeichnung (saṃ)".
Saññā hat zwei Funktionen, was durch die übliche Übersetzung als "Wahrnehmung" nicht deutlich wird. Sehen, hören, riechen, schmecken, berühren, denken oder erleben wir ein Objekt zum ersten Mal, setzt saññā geistig Kennzeichen. Z.B., Herr Meier ist derjenige, der groß und schlank ist, eine Glatze und eine Hakennase hat und eine dunkle Hornbrille trägt. Diese geistige Kennzeichnung dient dazu, dass wir uns später an das Objekt erinnern können und z.B. Herrn Meier wieder erkennen können. Das ist dann die zweite Funktion von saññā: Die Erinnerung oder das Wiedererkennen anhand der gesetzten Kennzeichen.
Durch saññā wird das Objekt sozusagen interpretiert, manchmal jedoch falsch, denn saññā kann uns täuschen, z.B können wir eine ähnliche Person mit Herrn Meier verwechseln. Saññā entsteht aufgrund von Ähnlichkeiten, nicht aufgrund von Wissen und kann sich irren, weshalb sie als eine der Verdrehtheiten (vipallāsa ) bezeichnet wird
Saññā unterstützt vedanā, deshalb entsteht Begehren (taṇhā). Saññā sollte entwickelt werden, damit unsere Erinnerung zuverlässiger, unser Gedächtnis besser wird.
Der Buddha hat eine ganze Persönlichkeitsgruppe (khandha) der Wahrnehmung gewidmet: Saññākkhandha, die Gruppe oder Anhäufung der Wahrnehmungen oder Erinnerungen. Im Mahāsatipaṭṭhāna-Sutta wird saññā unter Dhammānupassanā gelehrt, das wiederholte, klare "Sehen" bzw. Erkennen der Wahrnehmung.
Im Abhidhamma wird saññā als universelle Bewusstseinfaktor (cetasika) definiert, d.h. als Bewusstseinsfaktor der in jeder Fom von den 89 oder 121 Bewusstseinsarten (cittas) auftritt.

Abbildung 89 Klassen des Bewusstseins; "+" bedeutet, dass sañña im betreffenden Bewusstsein auftritt. 
saññā-kkhandha:
Siehe khanda. 
santīrana:
Unter dem 'Prüf-Bewusstsein' (santīrana- citta) das, unmittelbar auf die Rezeption des Objektes (sampaṭicchana-citta) wieder folgende und die das Sinnesobjekt prüfende Funktion ausübende, Geistbewusstseins-Element (manovīññāṇa-dhātu; s.
Tab.I. 40, 41, 56)zu verstehen. 
santīrana-citta:

sa-sankhāraka:

sa-sankharika:

sa-sankhārika:

sati:

satta-visuddhi:

sīlabbata-parāmāsa:

sīla-visuddhi:

sobhana:

sobhana-citta:

sobhana-sādhārana:

somanassa:
mit Freude begleitetes Geist-Bewusstsein =somanassa. Somanassa bedeutet geistiges Wohlgefühl und als als cetasika-sukha von körperlichen Wohlgefühl ( kāyika-sukha) zu unterscheiden .
Das freudige Bewusstsein überwiegt gegebenüber dem nicht-freudigen Bewusstsein. Es gibt insgesamt 62 Bewusstseinszustände von insgesamt 121 Bewusstseinszuständen mit Freude.
Dazu gehören:
Bewusstseinsklasse|Anzahl
akusala-citta in Gier wurzelnd|4
ahetuka-citta* (freudiges Körper-, Prüf- o. Geist-Bewusstsein des Arahats) |2
sobhana-citta
(3 mal 4 mit Freude begleitet Zustände) |12
rupavacara
(3 mal vier feinstoffliche Zustände)|12
arupavacara|0
lokutara (vier Vertiefungen verbunden mit Strom- oder Fruchteintritt|32
gesamt|62
---------
* ohne freudiges Körpergefühl (kāyika-sukha). Dies Gefühl wird gesondert betrachtet 
somanassa-santīraṇa-citta:

sotâpatti-magga:

sotâpatti-phala:

sota-viññāṇa:

suha:

sukha:

sukha-kāyaviññāṇa-citta:

suññatânupassanā:

tabbhāvabhāvibhāvâkāramattopalakkhito:

tad-ārammaṇa:

taṇhā:
Siehe Nyantiloka (Buddhistisches Wörterbuch)
Begehren', ist die Hauptwurzel des Leidens und des sich immer wieder fortsetzenden Kreislaufes der Wiedergeburten.
»Was, ihr Mönche, ist die Entstehung des Leidens? Es ist jenes zum Wiederdasein führende, mit Lust und Gier verbundene, hier und da Gefallen findende Begehren, nämlich:
- das sinnliche Begehren (kāma-tanhā),
- das Daseinsbegehren (bhava-tanhā)
- das Selbstvernichtungsbegehren (vibhava-tanhā)
Siehe sacca.
Mit Hinsicht auf die Sinnenobjekte unterscheidet man 6 Arten von Begehren:
Begehren mit Hinsicht auf
- Formen, (rūpa-tanhā)
- Töne, (sadda-tanhā)
- Düfte, (gandha-tanhā)
- Geschmäcke, (rasa-tanhā)
- Körpereindrücke (potthabba-tanhā)
- Geistobjekte (dhamma-tanhā)
Mit Hinsicht auf das dreifache Dasein unterscheidet man 3 Arten des Begehrens:
- Sinnliches Begehren (kāma-tanhā),
- Begehren nach Feinkörperlichem Dasein (rūpa-tanhā),
- Begehren nach Unkörperlichem Dasein (arūpa-tanhā).
Siehe samyojana.
Die bekanntesten Synonyme sind rāga, lobha (siehe mūla).
Das gesamte Begehren (tanhā) wird erst mit Erreichung der Heiligkeit überwunden. 
tatra-majjhattata:

tatramajjhattatā:

tatra-majjhattatā:

thīna:

ti-hetuka:

ṭhi:

udayabbaya-ñāṇa:

uddhacca:

uddhacca-sahagata:

upacāra-samādhi:

upādāna:

upanissaya:

upanissaya-paccaya:

upekkhâ:

upekkhā:

uppāda- citta:

uppāda-citta:

uppatti-bhava:

vacī-sankbāra:

vatthu:

vatthu-kāma:
vatthu kāma bedeutet knapp "Objektive Sinnlichkeit", d.s. die Sinnenobjekte Seh-, Hör-,Schmeck-,Riech- und Körper-Objekt. In Pali: cakkhu-, sota-, ghāna-, jivhā- und kāya-vatthu. 
vedanā:
vedanā oder Gefühl ist ein wesentlicher Bewusstseinfaktor (cetasika), der unzetrennbar mit jedem Bewusstsein verbunden ist.
Vedanā kommt in unserem Bewusstsein in verschiedenen Ausprägungen vor:
(1) angenehmes (sukha),
(2) unangenehmes (dukkha),
(3) indifferentes (adukkhamasukha)
Vedana ist ein für die Einsichtsgewinnung wichtiger Faktor, weil wir auf angenehme Gefühle oder unangenehme Gefühle oft mit Gier oder Aversion reagieren, wenn wir die Natur der Gefühle nicht richtig verstehen (Siehe dazu paṭiccasamuppāda-naya).
Fünffach aber ist das Gefühl gemäß der Einteilung in:
(1) körperliches Wohlgefühl - sukha = kāyika-sukha,
(2) körperliches Wehegefühl - dukkha = kāyika-dukkha,
(3) Freude - somanassa = cetasika-sukha, geistiges Wohlgefühl,
(4) Trübsal - domanassa - cetasika-dukkha, geistiges Wehegefühl,
(5) Indifferenz - upekkhā, hier = adukkhamasukha, wörtl. 'weder Wohl- noch Wehegefühl'.
Das hier als upekkhā (s. B.Wtb.) bezeichnete indifferente Gefühl darf man nicht verwechseln mit dem bisweilen als tatra-majjhattatā (§ 23) bezeichneten ethischen Gleichmut (upekkhā) der Geistesformationen-Gruppe (sankhāra-khandha).
Seh-, Hör-, Riech- und Schmeck-Bewusstsein sind stets mit indifferentem Gefühl verbunden, Körperbewusstsein (Körperempfindung) mit Wohl- oder Wehe-Gefühl, das Geistbewusstsein aber entweder mit Freude, Trübsal oder indifferentem Gefühl. 
vedanā-kkhandha:
Siehe khandha oder vedanā 
vicāra:

vicikicchā:

vīcīkicchā:

vicikiccha-sahagata:

vigata-paccaya:

vijjamāna:

vijjamāna-paññatti:

vijjamānena avijjamāna-paññatti:

vijjamānena vijjamāna-paññatti:

vimokkba:

viññāṇa:
viññāṇa ist ein Synonym für citta. 
viññāņa-kkhandha:
Siehe khandha. 
viññäṇañcäyatana:

vipaka:

vipāka:

vipāka-paccaya:

vipāka-vaṭṭa:

vipassanā-ñāṇa:

vippayutta:

vippayutta-paccaya:

virati:

viriya:

vitakka:

votthapana:

vyāpāda:
